In der „Maria-Ward-Woche“ erinnern wir an unsere Gründerin Mary Ward

Mary Ward, die Gründerin unserer Schule, wurde am 23. Januar 1585 geboren und starb am 30. Januar 1645. In jedem Schuljahr ist dies der zeitliche Rahmen unserer „Maria-Ward-Woche“, in der wir mit verschiedenen Aktionen unserer Namenspatronin Gedenken.

Als Geburtstagsgebäck wird, unterstützt von der Familienbäckerei Schiffer, an alle Schülerinnen ein Krapfen verteilt. Eine beliebte Tradition, die noch aus der Zeit der Schwestern stammt.

Unsere Schulgemeinschaft soll in dieser Woche besonders im Mittelpunkt stehen, wie bei unserem „Maria-Ward-Frühstück“. Die Tische und Stühle aus den Klassenzimmern werden dabei zu einer großen Festtafel auf den Schulgängen umfunktioniert. Die Mädchen bringen eigene Speisen und Getränke mit, die gegenseitig probiert und verteilt werden.

Obwohl die Wetterverhältnisse im schneebedeckten Würzburg und Umland insgesamt ungünstig waren, konnten wir am Donnerstagabend gemeinsam den geplanten Gottesdienst in unserer Kapelle feiern. Herzlichen Dank an alle Eltern und Helfer, die sich trotz der widrigen Umstände auf den Weg gemacht haben, sowie an Martin Kytlic und Johannes Karl aus unserem Lehrerkollegium, die kurzfristig die musikalische Begleitung übernommen haben.

Herr Pfarrer Wenzel knüpfte in seiner Predigt an den Jahresanfangsgottesdienst an, in dem „Schuhe, die uns durch unser Leben tragen“ ein Thema waren. Er berichtete in diesem Zusammenhang von der Ausstellung „Frauen. Taten. Werke“ in Bamberg (2023), für die die Bildhauerin Rosa Brunner das noch erhaltene Paar von Mary Wards Schuhen (aufbewahrt in Altötting) in Stein meißelte. Die zurückgelegten Wege Mary Wards haben die Künstlerin beeindruckt und inspiriert. Im Kampf für ihre Schulen machte sich unsere Namenspatronin dreimal auf den Weg zum Papst und überquerte dafür die Alpen. „Unermüdlich und tatkräftig setzte sich Mary Ward für ihre Idee ein. Die Schuhe erzählen davon. Interpretiert in Belgischem Blaustein verweisen sie auf den Ausgangspunkt [ihrer ersten Reise nach Rom] und den steinigen Weg ihrer schweren Mission.“

Mary Ward ist weit gewandert,- und hat ihre Ziele erreicht! Wir versammelten uns im Anschluss an den Gottesdienst um das hell leuchtende „Maria-Ward-Feuer“ auf dem Pausenhof und ließen den Abend gemeinsam mit dem Grillen von Stockbroten und heißem Punsch ausklingen.

Text und Foto: M. Gehr