Am Montag, den 2. März 2026, machten sich die 25 Schülerinnen der Klasse 6 a gemeinsam mit ihrer Deutschlehrkraft Frau Spindler auf den Weg zu einer besonderen Veranstaltung: einer Autorenlesung mit Annika Scheffel in der Stadtbücherei im Rahmen der Jugendbuchwochen.
Bereits um 8:20 Uhr starteten wir an der Maria-Ward-Schule und liefen gemeinsam durch den Ringpark bis zur Stadtbücherei. Dort angekommen trafen wir auf eine weitere Klasse, einer 5. Klasse der Jakob-Stoll-Realschule, die ebenfalls an der Lesung teilnahm. Um 9:00 Uhr begann die Veranstaltung.
Zunächst begrüßte uns eine Mitarbeiterin der Stadtbücherei herzlich. Anschließend stellte sich Frau Scheffel persönlich vor. Sie erzählte, dass sie in Hannover geboren wurde und heute mit ihrer Familie in Berlin lebt. Besonders spannend war die Entstehungsgeschichte ihres Buches Sommer auf Solupp, das im Jahr 2020 erschien und auch Persönliches enthielt. Eine Lektorin hatte sie angefragt, ob sie eine Feriensommergeschichte schreiben könne, die am Meer spiele – in diesem Zusammenhang wurde auch geklärt, welche wichtige Rolle eine Lektorin oder ein Lektor bei der Entstehung eines Buches spielt.
Mit anschaulichen Bildern stellte Frau Scheffel anschließend die fiktive Insel Solupp vor und präsentierte die verschiedenen Mitglieder der Familie Fröhlich, die sich auf die Reise dorthin begeben. Auch die Inselbewohner, die sogenannten Solupper, lernten wir kennen. Es folgten zwei spannende Lesepassagen aus dem Buch. Die erste Szene drehte sich um den Entschluss der Mutter, sechs Wochen in den Sommerferien wegzufahren und die Reaktionen ihrer Kinder darauf. Besonders während der zweiten Szene war es im Raum mucksmäuschenstill – alle lauschten gebannt der Geschichte um das Mädchen Mari, die ein Abenteuer auf der Insel erlebte.
Anschließend erklärte die Autorin, wann ein Buch eigentlich „fertig“ ist und welche Schritte vom Manuskript bis zum Erscheinen im Buchhandel notwendig sind. Auch die Illustratorin und ihre Aufgaben wurden thematisiert. Zudem erhielten wir einen Überblick über die weiteren Bände der Solupp-Reihe: „Winter auf Solupp“, „Frühling auf Solupp“ und „Herbst auf Solupp“.
Nach der Lesung durften die Schülerinnen ihre zahlreichen Fragen stellen. Es entwickelte sich eine sehr interessierte und lebendige Fragerunde. Besonders beeindruckt waren viele davon, wie viel Arbeit hinter einem Buch steckt – und wie sich der Verdienst einer Autorin tatsächlich zusammensetzt. Erstaunt waren die Schülerinnen darüber, wie wenig eine Autorin an einem verkauften Buch verdient. Es wurde erläutert, warum Frau Scheffel Autorin wurde, wie oft ein Buch überarbeitet werden muss, bis es in den Druck geht. Es kann auch sein, dass fertige Geschichten gar nicht gedruckt werden, da ein Verlag kein Interesse daran hat.
Die Autorenlesung war für alle Beteiligten ein bereicherndes Erlebnis und wird uns noch lange in guter Erinnerung bleiben. Alle Schülerinnen wünschen sich dieses Buch als Klassenlektüre in diesem Schuljahr. Auf die Umsetzung dessen freuen wir uns sehr.
Hier kommen Schülerinnen zu Wort. Die Inhalte stammen aus dem danach angeforderten Feedback:
„Tolle Aktion. Ich würde einen solchen Unterrichtsgang gerne wieder machen.“
„Mir gefällt das Cover des Frühlingsbuches am besten, da ein Pferd darauf zu sehen ist.“
„Ich will jetzt auch ein Buch schreiben.“
„Es war toll, dass die Autorin mit uns allen gesprochen und all unsere Fragen geduldig beantwortet hat.“
„Annika Scheffel hat immer verschiedene Kinder aufgerufen und versucht allen gerecht zu werden. Sie hat die wörtliche Rede schön betont und war sehr nett. Sie hat Spannung in ihren Lesevortrag gebracht und sooooo schön vorgelesen.“
„Frau Scheffel hat uns Begriffe erklärt, die schwer zu verstehen sind. Ich weiß jetzt, was eine Lektorin ist.“
„Das war so ein tolles Erlebnis. Ich habe ein Autogramm bekommen.“
„Jetzt wissen wir, wie lange es ungefähr dauert, bis ein Buch fertig ist.“
Text und Fotos: A. Spindler

