MINT statt Musik: Mit Karton und Gummis zur eigenen „Gitarre“

In einer Vertretungsstunde für Musik bauten die 5. Klassen bei Frau Kreußer
mit viel Begeisterung eine eigene Gitarre aus Karton und Gummis.
Zuerst untersuchten die Schülerinnen die verschiedenen bereitgelegten
Materialien und leiteten sich daraus her, dass man damit eine Kartongitarre
bauen könnte.
Nach dem Herstellen eines Prototyps war es besonders aufregend die
verschiedenen Töne auszuprobieren. Die Kinder merkten schnell, dass nicht
jeder Gummi gleich klingt. Dünnere Gummis erzeugten eher hohe Töne, während
dickere Gummis tiefere Töne machten. Auch die Spannung spielte eine wichtige
Rolle: Wenn ein Gummi straffer gespannt wurde, klang er höher. War er
lockerer, entstand ein tieferer Ton. Die Schülerinnen testeten immer wieder
neue Gummis und veränderten deren Lage, um die Unterschiede genau zu hören.
Dabei wurde viel gelacht, verglichen und gestaunt. Einige Mädchen versuchten
sogar, kleine Melodien zu spielen.
Nach dem Ausprobieren wurde aus einem stabilen Karton der Gitarrenkörper
geformt. Anschließend schnitten die Kinder ein Loch in die Mitte, damit der
Klang später besser hörbar war. Danach spannten sie verschiedene Gummis über
den Karton, sodass die Gitarre wie ein echtes Saiteninstrument aussah.
Am Ende waren alle stolz auf ihre selbstgebaute Kartongitarre und hatten
gelernt, wie man mit einfachen Materialien verschieden hohe Töne erzeugen
kann. So wurde aus dem Bastelprojekt ein spannendes MINT-Experiment über Musik
und Schall.


Text: 5. Klassen, S. Kreußer
Fotos: S. Kreußer