Cybermobbing, ein unbedachter Post im Klassenchat, der schnell als Volksverhetzung gilt, oder die Grenze zur Handgreiflichkeit auf dem Schulhof – wo fängt eine Straftat eigentlich an? Und was passiert danach?
Genau diese Fragen standen im Mittelpunkt eines besonderen Besuchs an der MWS: Im Rahmen der bayernweiten Präventionsoffensive „Justiz und Schule“ hatten wir Frau Dr. Magdalena Mayer, Richterin am Amtsgericht Würzburg, bei uns zu Gast. Das Ziel des Programms, bei d
em Staatsanwälte und Richter gezielt Jugendliche ab 14 Jahren aufklären: Den eigenen Handlungsspielraum rechtzeitig erkennen, bevor man ihn ungewollt überschreitet.
Frau Dr. Mayer brachte am uns 16. Juli echten juristischen Alltag direkt in unseren Unterricht. Statt trockener Paragrafen gab es spannende Einblicke und praxisnahe Fälle, die zeigten, wie schnell aus einem vermeintlichen „Spaß“ im digitalen oder realen Leben bitterer Ernst werden kann. Besonders im Fokus standen die Themen Cybermobbing, Hassrede (Hatespeech, Volksverhetzung) und Gewalt – Bereiche, mit denen Jugendliche heute im Alltag und auf Social Media fast täglich konfrontiert werden.
Die Schülerinnen der achten Klassen erfuhren aus erster Hand, welche rechtlichen Konsequenzen drohen, sobald man strafmündig ist, und wie weitreichend die Folgen für die eigene Zukunft sein können. Der Besuch hat uns alle nachhaltig sensibilisiert und gezeigt: Wer seine Rechte und Pflichten kennt, schützt nicht nur andere, sondern auch sich selbst.
Ein herzliches Dankeschön an Frau Dr. Magdalena Mayer für diesen packenden und lehrreichen Vormittag!
Artikel und Fotos: J. Karl