Maria Ward Schule Würzburg

Maria-Ward-Woche 2018

An Mary Wards Geburtstag, dem 23.01.2018, wurde die Maria-Ward-Schule als erste Schule Würzburgs als Fair-Trade-Schule zertifiziert.

Traditionell feiert unsere Maria-Ward-Schule jedes Jahr Ende Januar die Maria-Ward-Woche. An ihrem Geburtstag, dem 23.01., startete die Feier mit dem Mary-Ward-Lied. Wir, circa 400 Schülerinnen, sangen gemeinsam in der Aula.

Danach begrüßte die Ständige Stellvertretende Schulleiterin Frau Thum-Feige die anwesenden Gäste, Herrn Dr. Bauer (2. Bürgermeister der Stadt Würzburg), Herrn Balthesen (Stiftungsvorstand der Maria-Ward-Stiftung), Herrn Veeh (Leiter des Missionsreferats des Bistums Würzburg), Frau Mokay-Rinke und Herrn Mitschke (Weltladen Würzburg), Herrn Stanke (Steuerungsgruppe „Fairtrade“ der Stadt Würzburg) sowie alle Schülerinnen und KollegInnen.

Eine kurze Einstimmung über Mary Wards Ideale, denen die Schule noch heute folgt, und getreu dem Jahresmotto: „Sei bereit zum Guten, mehr verlangt Gott nicht.“, leitete zur Zertifizierung zur „Fairtrade-School“ über. Das „Fairtrade-Schulteam“ gab einen kurzen Überblick über den Weg zur Erreichung dieses Ziels. Jede Schule, die den Titel anstrebt, muss fünf Kriterien erfüllen.

Diese Aktionen fanden im letzten Schuljahr statt. Dazu musste zuerst ein Team gegründet und ein Kompass erstellt werden. Faire Produkte wurden im Advent und einmal wöchentlich in der Pause verkauft. Außerdem gab es am Schulfest einen Stand mit Informationen und Erzeugnissen aus fairem Handel. Alle Artikel stammen aus dem Weltladen in Würzburg.

Auch in verschiedenen Unterrichtsstunden behandelten die Lehrer das Thema, um dieses bei uns Schülerinnen in das Bewusstsein zu rufen. Herr Mitschke kam als Referent im Januar 2017 an die Schule und brachte allen achten Klassen interessante Erkenntnisgewinne zum Welthandel und der Globalisierung. Das finale Kriterium wurde im Juli am SMV-Tag umgesetzt. In der Aula der Schule bereiteten wir Schülerinnen unsere Marktstände zum Thema „Fairtrade“ vor und verkauften anschließend z.B. fairen Milchreis, Fruchtsäfte oder Eis.

Der Erlös des Tages von 200 Euro wird an eine Partneraktion des Weltladens gespendet.Herr Mitschke stellte diese kurz vor. Das Geld kommt einem Projekt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen in Südindien zu Gute, das seit ca. 10 Jahren unterstützt wird.

Die eigentliche Zertifizierung übernahm Frau Mokay-Rinke als Vertreterin von Trans Fair e.V. „Ihr seid die erste Schule in Würzburg, die diesen Titel tragen darf“, betonte sie bei der feierlichen Übergabe der Urkunde. Wir sollen als aktive Multiplikatoren für den Fairen Handel in Schulen, der Familie und im Freundeskreis agieren. Mit großem Applaus stimmte die Schulgemeinschft zu. Herr Dr. Bauer, der der Maria-Ward-Schule seit mehr als 40 Jahren verbunden ist, würdigte ebenfalls das Engagement der Schule und wies nochmals auf deren Vorbildfunktion als Fairtrade-Schule hin.

Besonders erfreut zeigte sich auch Herr Veeh, der Geschäftsführer von Würzburger Partnerkaffee e.V., der der MWS seit Jahren fair gehandelten Kaffee aus Mbinga (Tansania) verkauft. Danach durfte die Schulgemeinschaft mit ihren Gästen an der festlich und reichhaltig gedeckten 130 Meter langen Tafel Platz nehmen. In allen Stockwerken hatten die Klassen im Vorfeld ein faires Frühstück vorbereitet und nun konnte es zum geselligen Teil übergehen.

Maria-Ward-Woche 2016

Ja, wir haben es gut! Wir haben nicht nur eine Namensgeberin für unsere Schule, sondern hinter dem Namen steht eine bemerkenswerte Frau, die vor 400 Jahren für die Bildung von Mädchen – und zwar aller Mädchen unabhängig von Stand und Einkommen eingesetzt hat. Sie und ihre Gefährtinnen haben Schulen in ganz Europa gegründet. Aus diesen Frauen hat sich eine Ordensgemeinschaft entwickelt, die heute mit etwa 2200 Schwestern über alle Kontinente verteilt Schulen betreiben.

Wir hier in unserer Maria-Ward-Schule in Würzburg sind also nicht alleine, sondern eingebettet in ein großes Netzwerk von Maria-Ward-Schulen auf der ganzen Welt.

So war es für uns eine große Freude, dass Sr. Mechtild in diesem Jahr unsere Maria-Ward-Woche in Würzburg begleitet und in Vorträgen und Gesprächen genau dies vermittelt hat: auf fast allen Kontinenten gibt es Maria-Ward-Schulen, die alle das gleiche Ziel haben, nämlich Ihren Beitrag zu leisten, dass allen Kindern Bildung offen steht – so verschieden auch die Voraussetzungen dafür sein mögen

Sr. Mechtild Meckel war bis 1991 Lehrerin in Würzburg und dann 18 Jahre als Generaloberin der Congregatio Jesu für alle Schwestern und alle Projekte und Schulen der Congregatio Jesu verantwortlich und hat alle Länder bereist und die Einrichtungen der Schwestern besucht. Mit Bildern aus Afrika, Indien und der Mongolei zeigte sie, wie unterschiedlich das Leben von Kindern ist und wie unterschiedlich Schulen aussehen.

Sie wollte aber auch etwas von unseren Schülerinnen hören und bat sie ihre Maria Ward Schule kurz vorzustellen. Hier eine kleine Auswahl:

  • eine friedliche Schule
  • kein Rassismus
  • keine Gewalt
  • ein guter Zusammenhalt
  • die Lehrer setzen sich für die Schülerinnen ein und kümmern sich um sie
  • wir wissen, wer Maria Ward war, das ist nicht an allen Schulen so, dass man weiß , wer den Namen der Schule gegeben hat
  • die Schule ist streng, es gibt Ordnung
  • wir unterstützen ärmere Schulen, das finde ich gut
  • man verläuft sich nicht

Die Geschichte der Maria Ward Schwestern in Würzburg konnten Interessierte in einem Abendvortrag hören. Der Freundeskreis der Maria Ward Schwestern lud zu diesem Vortrag von Herrn Soder von Güldenstubbe, ehemaliger Archivar der Diözese und Kenner der Geschichte und Geschicke des Ordens, in den Maria-Ward-Kindergarten ein. Lebendig erzählte er von den verschiedenen Stationen der Würzburger Schwesterngemeinschaft. Ein kurzer Auszug aus der Geschichte der „Englischen Fräulein“ ist auf der Stele am Parkplatz zwischen Schule und Kindergarten nachzulesen.

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Im Rahmen der Generalsanierung unserer Schule haben wir auch die Umgestaltung der Hauskapelle in Angriff genommen. Dazu gab es einen Wettbewerb für die Schülerinnen. In der Maria Ward Woche fand die Preisverleihung statt.

Ein weiterer Höhepunkt war der inzwischen schon traditionelle Maria Ward Gottesdienst mit Lehrkräften, Schülerinnen, deren Familien und Freunden mit anschließender Begegnung bei Lagerfeuer, Stockbrot und Punsch.

Durch den Umzug in die sanierten Räume zu Schuljahresbeginn fehlte bis jetzt das gewohnte „Jahresmotto“ im Eingangsbereich. Dies haben wir jetzt in der Maria Ward-Woche gestaltet. In einem Kunstwerk aus Perlen und Draht am Eingang sind wieder alle Schülerinnen und Lehrkräfte in einem Stern oder einem Herz zu finden.

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"Die Liebe muss immer vorangehen und die Klugheit muss folgen."

(Mary Ward)

Und natürlich durfte auch der Maria-Ward-Krapfen nicht fehlen!

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