Maria Ward Schule Würzburg

Am Donnerstag, dem 13. Februar 2020, bot uns der ADAC ein Sicherheitstraining mit Themenschwerpunkten „Alkohol, Drogen und Medikamente“ für die 8. Klassen an.

Inhalte:

  • Einsatz von Rauschbrillen mit verschiedenen Promillewerten
  • Aktives Erleben der einsetzenden Ausfallerscheinungen wie z.B. Koordinationsprobleme, „Doppelsehen“ und verminderte Wahrnehmung von Geschwindigkeiten/Entfernungen
  • Vermittlung von Gefahrenpotential, Unfallrisiko und gesundheitlichen Auswirkungen durch den Konsum von Betäubungsmitteln
  • Mögliche Folgen für die Erlangung der Fahrerlaubnis und verkehrsrechtliche Relevanz

Gaby Kubacki und Hanne Christoffer

Das Motto des diesjährigen Deutsch-Französischen Tags hieß dieses Jahr „Gegen Antisemitismus, gegen Rassismus“  Schülerinnen aller Klassenstufen beschäftigten sich mit dem Roman Un sac de billes (Ein Sack voll Murmeln)  von Joseph Joffo.  Die autobiographische Geschichte erzählt die Flucht der beiden 10 und 12 jährigen Brüder Joseph und Maurice Joffo von Paris nach Menton. Ihre unbekümmerte Kindheit im 18. Arrondissement von Paris findet 1941 ein jähes Ende, als die Eltern ihre beiden Söhne alleine in die «zone libre» nach Südfrankreich schicken, um sie vor der Deportation durch die deutschen Besatzer zu schützen. Mit großem Interesse beteiligten sich die Schülerinnen an den Gesprächen. Intensiv wurde über Kindheit und Freundschaft, über Krieg und Flucht gesprochen. Das Attentat von Halle und die Schändung  jüdischer Friedhöfe, die Tatsache, dass auch heute weltweit Kinder und Erwachsene vor Krieg, Verfolgung und Hunger fliehen, machten nachdenklich und betroffen.  Zum Abschluss durfte sich jede Schülerin eine Murmel aussuchen, die sie an die Geschichte von Joseph und Maurice erinnern soll und daran, dass wir alle Zeichen setzen können, indem wir uns menschlich und tolerant verhalten. Christine Rudloff

23 Mädchen aus den Klassen 5 bis 7 machen einen Ausflug ins Städel Museum nach Frankfurt zu van Gogh und anderen großen Meistern. Die Plätze für unseren Ausflug waren sofort vergeben - ich wurde bereits vor Unterrichtsbeginn auf meinem Fahrrad abgefangen, um die ersten Anmeldezettel entgegenzunehmen - und es wurde tatsächlich ein ganz besonderer Ausflug! Überraschend viele Mädchen waren noch nie Zug gefahren und genossen das gemütliche Picknicken, Kartenspielen oder Musikhören. In Frankfurt ging es zu Fuß zum Städel Museum - mit kurzem Fotoshooting-Stopp auf dem Holbeinsteg. Vor dem Museum erwartete uns eine riesige Warteschlange: es war bereits im Vorfeld klar, dass die Ausstellung überfüllt sein wird. Zum Glück mussten wir als angemeldete Gruppe nicht anstehen, zumindest nicht vor dem Museum. Anders erging es uns vor allem im ersten Raum der groß beworbenen “MAKING VAN GOGH“-Ausstellung: die Menschenmasse schob sich von Bild zu Bild. Nur wenige Meter trennten uns von dem ersten Bild, doch wir benötigten gefühlte zehn Minuten, diese kurze Strecke zu bewältigen. An dieser Stelle ein Riesenkompliment an unsere Mädchen, die bereits im Zug von einer ehemaligen Lehrerin gelobt wurden; sie hätte mit ihren Klassen „anderes erlebt“. Ruhig, mit Geduld und Ausdauer warteten alle auf das erste Originalbild von van Gogh, die Handys bereit zum Fotografieren. …und es bot sich viel zum Fotografieren: die dicken Pinselstriche der aufgetragenen Ölfarbe glänzten, als wären die bunten, lebendig wirkenden Bilder frisch gemalt. Besonders war auch das Wiedererkennen von Motiven aus dem faszinierenden Film “Loving Vincent“, den wir als Vorbereitung an unserem „KINO“-Nachmittag mit Popcorn und Chips zusammen geschaut hatten. Ein klares Highlight war der Originalbilderrahmen des Gemäldes „Bildnis des Dr. Gachet“. Das Gemälde wurde 1990 bei einer Auktion in New York für eine Rekordsumme in Höhe von 82,5 Millionen Dollar verkauft, es war ein anonymer Kauf. Seitdem ist das Bild „verschollen“. Das Städel Museum hat mit seinem Podcast eine Suche der besonderen Art gestartet. Auf der Homepage des Städels sind neben dem Podcast der Audio Guide zur Ausstellung sowie viele Informationen zu Meisterwerken des Städel Museums zu finden. Der leere Bilderrahmen mit diesem spannenden geschichtlichen Hintergrund bot sich geradezu an für ein ganz besonderes Erinnerungsfoto, nicht nur für unsere Mädels. Im zweiten Teil unseres Museumsbesuchs erkundeten wir spielerisch drei Bilder der ständigen Sammlung: das weltberühmte Goethe-Bild von Tischbein „Goethe in der römischen Campagna“, 1787, sowie die expressionistischen Gemälde „Liegender Hund im Schnee“ (1911) von Franz Marc und „Brandenburger Tor“ (1919) von Ernst Ludwig Kirchner. Die Intensität und Kreativität der Mädchen bei der Auseinandersetzung mit diesen ausgewählten Bildern waren beeindruckend.

Es war ein wunderbares Erlebnis: „Kunst im Original“. Anmeldungen für das Städel Museum im nächsten Schuljahr wurden von den Mädchen bereits geäußert. Manuela Gehr

„Kabale und Liebe“ ist das dritte Drama von Friedrich Schiller, der bei der Uraufführung erst 25 Jahre alt war. In dem Stück geht es um die Geschichte und die Liebe von Ferdinand und Luise.

Beide dürfen einander nicht heiraten, denn er ist adelig und sie aus bürgerlichen Verhältnissen. Obwohl die beiden sogar Opfer einer Intrige werden, versuchen sie, zusammen zu bleiben. Ob ihnen dies trotz aller Widrigkeiten gelingt, konnten die Deutschklassen der Jahrgangsstufen 8 bis 10 bei einem freiwilligen Theaterbesuch am 16. Januar 2020 im Mainfrankentheater selbst vor Ort herausfinden. „Es ist etwas Besonderes, ein Stück, das man als Lektüre kennt, auf der Bühne im Theater zu sehen“, waren sich die Mädchen einig. Kathrin Preller

Anfang Februar endete die wunderbar konzipierte Ausstellung „Reiz der Ruine“ im Martin von Wagner Museum. Die Frage war: sprechen die Zeichnungen und Druckgrafiken auch Schülerinnen im Alter von 10 bis 13 Jahren an? Es war einen Versuch wert. Wir haben die Ausstellung mit Werken der drei Künstler Giovanni Battista Piranesi, Robert Reiter und Kevin Fletcher mit vierzehn kunstinteressierten Mädchen in der Mittagspause besucht. Der Raum der „Ruinen“ wurde mit Leben erfüllt. Im Gästebuch war anschließend zu lesen: „Ich finde es super schön, dass es die Ausstellung gibt. Ich hoffe, es wird so etwas öfter geben. Die Bilder sind megaschön.“, „Die Ausstellung ist voll cool & interessant!“ und „Ich fand die Ausstellung echt umwerfend. Ich mag die Texturen und Details.“ Der Kontrast und das scheinbare Zusammenfließen der unterschiedlichen Welten faszinierten. Eine Woche später setzten sich die Mädchen mit einem Bild ihrer Wahl künstlerisch auseinander. Besonders das Zeichnen mit Kohle begeisterte die jungen Künstlerinnen. Danke an das Martin von Wagner Museum für diese ansprechende Ausstellung ganz in unserer Nähe. Das Feedback der Schülerinnen war derart positiv, dass wir einen Ausflug nach Frankfurt zur Ausstellung „MAKING VAN GOGH“ organisiert haben. Die Plätze waren sofort vergeben….

Im Dezember besuchte das Fairtrade-Team den Weltladen in Würzburg. Nach einer kleinen Einführung gab Thomas Mitschke, Mitarbeiter des Ladens, den Schülerinnen Aufgaben, bei denen sie sich mit Produkten des Geschäfts beschäftigen sollten. Eine Gruppe betrachtete ein paar Sneakers und stellte fest, dass diese ausschließlich aus natürlichen Materialien bestehen. Mit dem Kaffeepreis befasste sich ein weiteres Team, andere Schülerinnen mit Schokolade aus Ghana. Den Schülerinnen wurde klar, dass sie mit dem Kauf fair gehandelter Produkte dazu beitragen, dass Menschen weltweit eine faire Chance bekommen. Mit weiterem Fachwissen ausgerüstet startet das Team ins neue Jahr und kann beim wöchentlichen Verkauf in der Pause auch Hintergründe zu seinen Produkten weitergeben. Carolin Seubert

Mitten im Schuljahr, zwischen den letzten Schulaufgaben und Stegreifaufgaben des ersten Halbjahres, hat die Maria-Ward-Woche auch gemeinsame Momente geschaffen.

Thema war in diesem Jahr die Auseinandersetzung mit Werten, die für die Schülerinnen die Basis eines gelungenen Miteinanders darstellen. Nach der wunderbaren Aufführung des Musicals „Der Stern“ fertigte jede Klasse ein Plakat mit ihren Ergebnissen an. Die Umsetzung war vielfältig, es überraschten aufwendige Arbeiten mit liebevoll gestalteten Details. Bei einer Vernissage in der Pausenhalle tauschten sich Groß und Klein über „ihre“ Werte aus. Krönender Abschluss der Maria-Ward-Woche war auch in diesem Jahr die große Maria-Ward-Frühstückstafel in den Gängen unserer Schule. Tische wurden geräumt und mit Tischdecken festlich geschmückt, die Brötchen dufteten, leckere Kuchen und selbstgemachte Marmelade wurden ausgetauscht. Die Mädchen plauderten froh miteinander …. Kostbare Momente im Schulalltag! Bilder und Text: Manuela Gehr

Unser Infoabend für die neuen 5.-Klässler findet am 10. März statt. Ab 17:00 Uhr Hausführungen. 19:00 Uhr Informationsvortrag

„Ein Fischer und seine Frau lebten an der Küste eines großen Meeres“ – so beginnt unser Musical „Der Stern“, das wir in der Maria-Ward-Woche in der Vollversammlung aufführten. Wir, die Klasse 6 b mit Frau Bäuerlein, haben im Musikunterricht  mehrere Lieder für das Musical zweistimmig eingeübt und  nebenbei aus Karton ein Boot, Wellen, Fische, Sterne, ein Haus und Möbel dafür „gebaut“, gebastelt und bemalt … Wir waren alle gut beschäftigt; Finnia, Mia Z. und Vicky übten immer wieder zur Klavierbegleitung mit Frau Bäuerlein Flöte und Klarinette und Lorena, Julia und Greta fleißig ihre Lesetexte. Die Hauptrollen des Theaterstücks haben Kacey und Carla übernommen, die den Fischer und seine schwangere Frau spielten, die am Meer lebten, das sie ernährte. Doch eines Tages hatten sie Sorgen, denn ein Nebel zog auf, der einer Wand glich und der nicht zu durchdringen war. Dieser Nebel raubte dem Fischer die Sicht auf die Sterne und auch die nächsten Tage und Nächte war dieser immer noch da. Es war ernst um die beiden, doch dann beschloss der Fischer trotzdem aufs Meer zu fahren. Zuvor baute er sich aber in seiner Werkstatt einen hölzernen Stern, den er vorne am Boot befestigte und der ihm nun den Weg zu den fischreichen Stellen zeigen sollte. Der Fischer dachte zuerst, dass sein eigener Stern das Leuchten anfing, um ihm die fischreichen Stellen zu zeigen, aber dann bemerkte er, dass der Himmel sich mit Lichtern füllte. Als der Fischer nach Hause kam, erschrak er, weil es so ruhig und friedlich war. Er fand seine Frau erschöpft im Bett, das neue Leben behutsam wiegend. Das Wunder, das er soeben auf dem Meer erlebt hatte, hatte er schon wieder vergessen und er nahm sich vor, auch seinem Kind einen Stern zu schnitzen.

Was hat dieses Musical von Martin Oberst nun mit unserer Maria Ward zu tun? Der Fischer in unserer Geschichte war unterwegs und der Fischer war mutig und er hatte großes Vertrauen. Maria Ward lebte zu einer Zeit, zu der Bildung für Mädchen nicht selbstverständlich war. Wie auch der Fischer war Maria Ward unterwegs – ihr Leben lang – und sie war eine sehr mutige Frau. Maria Ward hörte Gottes Stimme und verstand es als ihren Auftrag, neben dem Orden „Die Englischen Fräulein“ auch Schulen und Häuser für Mädchen und Frauen zu gründen. Der Fischer und unsere Maria Ward waren UNTERWEGS und MUTIG. Maria Ward ist heute immer noch unterwegs mit uns, indem wir in ihrer Schule, die sie zusammen mit den Englischen Fräulein gegründet hat, „leben“ und lernen. Zum Schluss haben wir unsere Schulfamilie aufgefordert auch immer wieder UNTERWEGS MUTIG zu sein. Und auch in der heutigen Zeit können wir noch auf Gott VERTRAUEN, er hilft uns, wir müssen ihn nur darum bitten und an ihn glauben. Yvonne Bäuerlein und die Klasse 6 b  

Von den Aufgaben des diesjährigen Informatik Biber-Wettbewerb waren viele unserer Schülerinnen der Klassen 5 bis 7 auch in diesem Schuljahr wieder begeistert. Auf den Bildern sieht man unsere „Kleinen“ hochkonzentriert beim Tüfteln.

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